Nutzer zur WLAN-Verschlüsselung verpflichtet

lordbuck
Wer sein privates Funknetzwerk nicht ausreichend absichert, haftet für Rechtsverstöße, die darüber verübt werden. Wenn Fremdsurfer illegale Webseiten aufrufen, beispielsweise mit rechtsradikalem Inhalt, oder Tauschbörsen nutzen, fällt der Schwarze Peter immer auf den Netzwerk-Eigentümer zurück. Dies bekräftigt ein neues Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Dabei schieben Sie Fremdsurfern mit wenigen Handgriffen schnell einen Riegel vor.

Im aktuellen Fall wehrte sich ein Computer-Nutzer gegen eine Klage wegen Urheberrechtsverletzungen. Über sein ungesichertes Netzwerk verbreiteten Unbekannte zahlreiche Musik- und Filmdateien in Tauschbörsen. Das OLG Düsseldorf wies den Einspruch mit einem für alle Netzwerk-Besitzer relevanten Urteil (Az. I-20 W 157/07) ab: Der Beklagte habe es versäumt, sein Netzwerk mit "zumutbaren Sicherungsmaßnahmen" gegen den Zugriff von Dritten abzuriegeln.

Hälfte aller deutschen Netzwerke nicht gesichert
Die Täter konnten sich über das ungesicherte WLAN "hinter seiner Person" verstecken und in dieser Anonymität ungestraft Urheberrechtsverletzungen zu begehen. Denn: Jedes Funknetzwerk ist nur mit einer einzigen Adresse im Internet angemeldet, egal, wie viele Rechner darin verbunden sind. Doch der Beklagte ist kein Einzelfall: Ein Feldversuch des Unternehmens Visukom Anfang September 2007 ermittelte, dass die Hälfte der deutschen WLANs ungesichert sind. Ein Großteil des Rests setzt auf die WEP-Verschlüsselung, doch die lässt sich in wenigen Sekunden knacken und sollte nicht mehr eingesetzt werden - auch im Hinblick auf das Düsseldorfer Urteil. Das Umstellen auf die sichere WPA-Methode ist kein Hexenwerk.

Ein Eindringling im eigenen WLAN kann im Fiasko enden, nicht nur bei Urheberrechtsverstößen: Freigegebene Ordner lassen sich problemlos öffnen und sogar komplette Datenstrom abgreifen. Dann ist keine Information mehr sicher, die übertragen wird. Ein unnötiges Risiko, das Sie mit unseren Tipps minimieren. Diese Handgriffe errichten hohe Hürden für Hacker und bringen Hobby-Knacker zur Verzweiflung. Dennoch ist keine hundertprozentige Sicherheit Ihrer Daten garantiert.

WLAN einrichten nur mit Kabelverbindung
Am besten nehmen Sie sämtliche Einstellungen an Ihrem Router über eine Kabelverbindung vor. Dann kann es nicht passieren, dass Sie sich durch eine falsche Einstellung selbst aussperren. Zudem empfiehlt es sich, sämtliche Einstellungen des Routers zu exportieren, womit Sie jederzeit die richtige Konfiguration des Gerätes laden lässt. Wir führen Sie am Beispiel des Speedport W700V durch die fünf wichtigsten Schritte zum sichereren WLAN.

WLAN-Reichweite erhöhen
Doch auch bombenfest abgesicherte Funknetzwerke weisen häufig klassische WLAN-Probleme auf: geringe Reichweiten und Verbindungsabbrüche. Kaum hat der Nutzer eine interessante Internetseite entdeckt oder den Download einer großen Datei gestartet, bricht der Kontakt zum Funknetzwerk plötzlich ab. Der Anwender sitzt ratlos vor dem Rechner, erst recht, wenn sich trotz bestehender Verbindung zum Netzwerk keine Internetseite öffnen lässt. Dafür gibt es zwar viele mögliche Ursachen, doch lässt sich der Knackpunkt mit einigen Tipps schnell entlarven.

Bericht und Quelle:
http://computer.t-online.de/c/14/35/97/1...c=12297780.html