lordbuck
Berlin (Reuters) - In der Wirtschaft wächst wegen der Zumwinkel-Affäre die Sorge um das Ansehen von Unternehmern und Managern. BDI-Präsident Jürgen Thumann sprach sich am Wochenende für eine Ausgrenzung krimineller Wirtschaftsführer aus:
"Wer gegen die Spielregeln verstößt, stellt sich gegen die Wirtschaft", sagte er der "Bild am Sonntag. Der Verband werde sich nur vor diejenigen stellen, die nach Recht und Gesetz, Ehre und Gewissen arbeiteten: "Wer das nicht akzeptiert, gehört nicht mehr dazu."
In einem Brief an die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unterstrich dessen Präsident Ludwig Georg Braun die Vorbildfunktion der Wirtschaftseliten. Diese müssten sich im unternehmerischen Alltag als "ehrbare Kaufleute" verhalten. Die übergroße Mehrheit der Manager sei zu Recht besorgt angesichts des Schadens, den der eigene Berufsstand durch das Fehlverhalten einer kleinen Gruppe nehme.
Braun appellierte an die Firmenlenker: "Sprechen Sie in ihren Betrieben offen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die eigene Unternehmenskultur. Machen Sie klar, dass Steuerhinterziehung und Bereicherung zulasten der Gemeinschaft der Steuerzahler oder zulasten des eigenen Betriebs bei Ihnen keinen Platz haben." Wegen der Affäre um eine mutmaßliche Steuerhinterziehung des zurückgetretenen Post-Chefs Klaus Zumwinkel und möglicherweise Hunderter weitere Leistungsträger hatten Politiker das Verhalten von Managern als Gefahr für die solziale Marktwirtschaft bezeichnet.
Das Fürstentum Liechtenstein fürchtet wegen des Skandals nicht um seinen Ruf als Steueroase. Die aktuellen Enthüllungen über Steuerhinterziehungen seien zwar unangenehm, sagte die Sprecherin von Regierungschef Otmar Hasler der "Bild am Sonntag": "Einen längerfristigen Schaden für den Finanzplatz Liechtenstein erwarten wir jedoch nicht." Zu den innerdeutschen Ermittlungen könne man zurzeit nichts beitragen. Sollte ein Rechtshilfeersuchen aus Deutschland kommen, werde dieses "umgehend bearbeitet werden", sagte die Sprecherin. Hasler wird am Mittwoch zu Gesprächen in Berlin erwartet.
Bericht und Quelle:
http://de.reuters.com/article/domesticNe...I74161420080217
"Wer gegen die Spielregeln verstößt, stellt sich gegen die Wirtschaft", sagte er der "Bild am Sonntag. Der Verband werde sich nur vor diejenigen stellen, die nach Recht und Gesetz, Ehre und Gewissen arbeiteten: "Wer das nicht akzeptiert, gehört nicht mehr dazu."
In einem Brief an die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unterstrich dessen Präsident Ludwig Georg Braun die Vorbildfunktion der Wirtschaftseliten. Diese müssten sich im unternehmerischen Alltag als "ehrbare Kaufleute" verhalten. Die übergroße Mehrheit der Manager sei zu Recht besorgt angesichts des Schadens, den der eigene Berufsstand durch das Fehlverhalten einer kleinen Gruppe nehme.
Braun appellierte an die Firmenlenker: "Sprechen Sie in ihren Betrieben offen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die eigene Unternehmenskultur. Machen Sie klar, dass Steuerhinterziehung und Bereicherung zulasten der Gemeinschaft der Steuerzahler oder zulasten des eigenen Betriebs bei Ihnen keinen Platz haben." Wegen der Affäre um eine mutmaßliche Steuerhinterziehung des zurückgetretenen Post-Chefs Klaus Zumwinkel und möglicherweise Hunderter weitere Leistungsträger hatten Politiker das Verhalten von Managern als Gefahr für die solziale Marktwirtschaft bezeichnet.
Das Fürstentum Liechtenstein fürchtet wegen des Skandals nicht um seinen Ruf als Steueroase. Die aktuellen Enthüllungen über Steuerhinterziehungen seien zwar unangenehm, sagte die Sprecherin von Regierungschef Otmar Hasler der "Bild am Sonntag": "Einen längerfristigen Schaden für den Finanzplatz Liechtenstein erwarten wir jedoch nicht." Zu den innerdeutschen Ermittlungen könne man zurzeit nichts beitragen. Sollte ein Rechtshilfeersuchen aus Deutschland kommen, werde dieses "umgehend bearbeitet werden", sagte die Sprecherin. Hasler wird am Mittwoch zu Gesprächen in Berlin erwartet.
Bericht und Quelle:
http://de.reuters.com/article/domesticNe...I74161420080217