lordbuck
Der russische Ölriese Lukoil hat seine Lieferungen nach Deutschland ausgesetzt. "Wir sind mit den Preisen nicht zufrieden", sagte ein Unternehmenssprecher der russischen Nachrichtenagentur RIA-Nowosti, nannte aber keine Einzelheiten. Nach Angaben des Sprechers hätte Lukoil im Februar 520.000 Tonnen Erdöl an Deutschland liefern sollen. Mit dem Lieferstopp verstoße Lukoil aber nicht gegen geltende Verträge mit deutschen Abnehmern.
Auch schon 2007 Probleme
Bereits im vergangenen Sommer hatte Lukoil seine Öllieferungen nach Deutschland gedrosselt. Damals verlautete aus Konzernkreisen, der Ölexport nach Deutschland sei nicht mehr so lukrativ wie früher. Als Grund wurden damals gestiegene Transitkosten für den Transport über Weißrussland genannt. Anfang 2007 hatte Russland zudem die "Druschba"-Pipeline drei Tage lang geschlossen, weil Weißrussland keine höheren Preise für russisches Öl zahlen wollte. In Deutschland und anderen europäischen Ländern mussten deshalb Raffinerien ihre Produktion herunterfahren. Lukoil ist einer der drei größten Ölkonzerne Russlands.
Keine akuten Folgen zu befürchten
Der aktuelle Lieferstopp des russischen Ölkonzerns Lukoil hat nach Angaben großer Raffinerien indes keine akuten Folgen für die Versorgung in Deutschland. Die fehlenden Ölmengen könnten über andere Quellen ausgeglichen werden, sagten am Dienstag die Sprecher der Raffinerien in Leuna und Schwedt, die rund ein Fünftel des nach Deutschland gelieferten Rohöls verarbeiten.
Pipeline zu Ostsee-Hafen geplant
Russland ist nach Saudi-Arabien der zweitwichtigste Ölproduzent der Welt. Das Land versucht seit längerem, den Transit durch Polen und Weißrussland zu umgehen. So ist geplant, das Pipeline-Netz von Sibirien zum russischen Ostsee-Hafen Primorsk auszubauen. Von Primorsk aus transportieren Schiffe das russische Öl nach Europa.
Neuer Ölpreis-Rekord über 100 Dollar
Der Ölpreis hat unterdessen in der Nacht zum Mittwoch (20.02.0
ein neues Rekordhoch erreicht. Der Preis für den begehrten Rohstoff der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte am Terminmarkt zwischenzeitlich auf 100,10 US-Dollar. Als Hauptgrund führen Experten die mögliche Kürzung von Ölförderquoten der OPEC an. Nach dem neuen Rekord liegt der Preis mittlerweile wieder unter 100 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) WTI-Öl kostete am Vormittag etwa 98,50 US-Dollar. Als Hauptgrund für die neuerliche Rekordjagd gilt vor allem eine mögliche Kürzung der offiziellen Förderquoten seitens der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) auf ihrer nächsten Sitzung am 5. März in Wien.
OPEC-Öl ebenfalls verteuert
Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist am Dienstag kräftig gestiegen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) aus den OPEC-Fördergebieten durchschnittlich 92,64 US-Dollar. Das waren 1,26 Dollar mehr als am Vortag. Die OPEC berechnet ihren sogenannten Korbpreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
Experte von Höchststand überrascht
Als weitere Gründe für die feste Tendenz der Ölpreise gelten die anhaltenden Spannungen im ölreichen Nigeria und der Konflikt zwischen Venezuela und den USA um die Verstaatlichung der Ölfelder des südamerikanischen Staats. "Trotzdem glaube ich nicht, dass der erneute Sprung über die 100-Dollar-Marke voll gerechtfertigt ist", sagte Darius Analyst Kowalczyk von CFC Seymour Securities. Insbesondere eine zu erwartende Abschwächung der Ölnachfrage infolge der Wachstumsschwäche in den USA spreche gegen nachhaltig höhere Preise, sagte Kowalczyk. Dennoch dürfte sich die aktuelle Preiserhöhung auch bald an den deutschen Zapfsäulen niederschlagen und die Energiekosten der Unternehmen hierzulande verteuern.
Quelle und Bericht:
http://wirtschaft.t-online.de/c/14/28/05/10/14280510.html
Auch schon 2007 Probleme
Bereits im vergangenen Sommer hatte Lukoil seine Öllieferungen nach Deutschland gedrosselt. Damals verlautete aus Konzernkreisen, der Ölexport nach Deutschland sei nicht mehr so lukrativ wie früher. Als Grund wurden damals gestiegene Transitkosten für den Transport über Weißrussland genannt. Anfang 2007 hatte Russland zudem die "Druschba"-Pipeline drei Tage lang geschlossen, weil Weißrussland keine höheren Preise für russisches Öl zahlen wollte. In Deutschland und anderen europäischen Ländern mussten deshalb Raffinerien ihre Produktion herunterfahren. Lukoil ist einer der drei größten Ölkonzerne Russlands.
Keine akuten Folgen zu befürchten
Der aktuelle Lieferstopp des russischen Ölkonzerns Lukoil hat nach Angaben großer Raffinerien indes keine akuten Folgen für die Versorgung in Deutschland. Die fehlenden Ölmengen könnten über andere Quellen ausgeglichen werden, sagten am Dienstag die Sprecher der Raffinerien in Leuna und Schwedt, die rund ein Fünftel des nach Deutschland gelieferten Rohöls verarbeiten.
Pipeline zu Ostsee-Hafen geplant
Russland ist nach Saudi-Arabien der zweitwichtigste Ölproduzent der Welt. Das Land versucht seit längerem, den Transit durch Polen und Weißrussland zu umgehen. So ist geplant, das Pipeline-Netz von Sibirien zum russischen Ostsee-Hafen Primorsk auszubauen. Von Primorsk aus transportieren Schiffe das russische Öl nach Europa.
Neuer Ölpreis-Rekord über 100 Dollar
Der Ölpreis hat unterdessen in der Nacht zum Mittwoch (20.02.0
ein neues Rekordhoch erreicht. Der Preis für den begehrten Rohstoff der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte am Terminmarkt zwischenzeitlich auf 100,10 US-Dollar. Als Hauptgrund führen Experten die mögliche Kürzung von Ölförderquoten der OPEC an. Nach dem neuen Rekord liegt der Preis mittlerweile wieder unter 100 US-Dollar. Ein Barrel (159 Liter) WTI-Öl kostete am Vormittag etwa 98,50 US-Dollar. Als Hauptgrund für die neuerliche Rekordjagd gilt vor allem eine mögliche Kürzung der offiziellen Förderquoten seitens der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) auf ihrer nächsten Sitzung am 5. März in Wien. OPEC-Öl ebenfalls verteuert
Auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist am Dienstag kräftig gestiegen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) aus den OPEC-Fördergebieten durchschnittlich 92,64 US-Dollar. Das waren 1,26 Dollar mehr als am Vortag. Die OPEC berechnet ihren sogenannten Korbpreis auf der Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
Experte von Höchststand überrascht
Als weitere Gründe für die feste Tendenz der Ölpreise gelten die anhaltenden Spannungen im ölreichen Nigeria und der Konflikt zwischen Venezuela und den USA um die Verstaatlichung der Ölfelder des südamerikanischen Staats. "Trotzdem glaube ich nicht, dass der erneute Sprung über die 100-Dollar-Marke voll gerechtfertigt ist", sagte Darius Analyst Kowalczyk von CFC Seymour Securities. Insbesondere eine zu erwartende Abschwächung der Ölnachfrage infolge der Wachstumsschwäche in den USA spreche gegen nachhaltig höhere Preise, sagte Kowalczyk. Dennoch dürfte sich die aktuelle Preiserhöhung auch bald an den deutschen Zapfsäulen niederschlagen und die Energiekosten der Unternehmen hierzulande verteuern.
Quelle und Bericht:
http://wirtschaft.t-online.de/c/14/28/05/10/14280510.html