lordbuck
In der Steueraffäre rückt die Rolle deutscher Banken ins Blickfeld. Die Bochumer Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen bei verschiedenen Banken im Zuge der Liechtensteiner Steueraffäre bestätigt. "Wir sind bei manchen Banken gewesen", sagte Oberstaatsanwalt Hans-Ulrich Krück am Donnerstag in Bochum. Die Ermittlungen hätten sich aber nicht gegen die Banken selbst gerichtet. Es sei um Konten von Beschuldigten gegangen oder um einzelne Angestellte, die im Verdacht stünden, Kontakte zu Stiftungen in Liechtenstein zu unterhalten.
Steuerfahnder durchforsten Stiftungen
Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) geschrieben, einige deutsche Geldhäuser sollen für reiche Kunden insgesamt 50 millionenschwere Stiftungen in Liechtenstein verwaltet haben. Die Privatbanken Metzler und Hauck & Aufhäuser, die Besuch von der Steuerfahndung Besuch bekommen hatten, wiesen den Bericht zurück. Die seit Montag in fünf Bundesländern laufende Steuer-Großfahndung soll in den kommenden Wochen nach SZ-Informationen intensiviert werden. Wie die "SZ" unter Berufung auf Fahnderkreise berichtete, sollen bis Ende der Woche bei etwa 70 der 700 Beschuldigten die Razzien abgeschlossen sein. Unterdessen meldete sich der Bruder von Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel zu Wort.
Zumwinkel-Bruder zurück in Deutschland
Hartwig Zumwinkel, der auf der spanischen Ferieninsel Mallorca Urlaub macht, sagte dem "Mallorca Magazin", nach seiner Rückkehr nach Deutschland in der nächsten Woche plane er kein Treffen mit der Staatsanwaltschaft. "Dieser Steuerfall ist erledigt, insofern dass er aufgeklärt ist. Ich habe die Vorwürfe aufgeklärt. Die Anwälte müssen Vereinbarungen treffen", sagte Hartwig Zumwinkel. Die Liechtenstein-Steueraffäre hatte vor einer Woche mit den Durchsuchungen beim Topmanager Klaus Zumwinkel begonnen. Er soll über eine Stiftung im Fürstentum nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft eine Million Euro Steuern hinterzogen haben.
Banken sollen gezielt über Liechtenstein-Stiftungen beraten haben
Laut "Süddeutscher Zeitung" sollen Kunden von mehreren Banken gezielt über Liechtenstein-Stiftungen beraten worden sein. In einigen Fällen soll unter Codewörtern Geld auf Konten in Vaduz überwiesen worden sein. Bei den Steuerrazzien waren auch Niederlassungen von Dresdner Bank, Metzler, Hauck & Aufhäuser und Berenberg durchsucht worden. Ein Sprecher der Privatbank Hauck & Aufhäuser sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, als Bank dürfe man Kunden gar nicht in steuerrechtlichen Angelegenheiten beraten. Bei Metzler in Frankfurt hieß es, die Bank habe keine ausländischen Töchter. Es habe bei Metzler das geschilderte Geschäftsmodell nicht gegeben. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) äußerte sich nicht.
75.000 Stiftungen, aber nur 35.000 Einwohner
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Bankenplatz Frankfurt sagte, dort liefen keine Ermittlungsverfahren gegen Banken. Bei den Spekulationen über die Beteiligung der Institute komme der Straftatbestand der Beihilfe zur Steuerhinterziehung infrage. In Liechtenstein gibt es nach Angaben des Bundesfinanzministeriums bis zu 75.000 Stiftungen. Liechtenstein selbst hat nur rund 35.000 Einwohner.
Bericht und Quelle:
http://wirtschaft.t-online.de/c/14/28/97/94/14289794.html
Steuerfahnder durchforsten Stiftungen
Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) geschrieben, einige deutsche Geldhäuser sollen für reiche Kunden insgesamt 50 millionenschwere Stiftungen in Liechtenstein verwaltet haben. Die Privatbanken Metzler und Hauck & Aufhäuser, die Besuch von der Steuerfahndung Besuch bekommen hatten, wiesen den Bericht zurück. Die seit Montag in fünf Bundesländern laufende Steuer-Großfahndung soll in den kommenden Wochen nach SZ-Informationen intensiviert werden. Wie die "SZ" unter Berufung auf Fahnderkreise berichtete, sollen bis Ende der Woche bei etwa 70 der 700 Beschuldigten die Razzien abgeschlossen sein. Unterdessen meldete sich der Bruder von Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel zu Wort.
Zumwinkel-Bruder zurück in Deutschland
Hartwig Zumwinkel, der auf der spanischen Ferieninsel Mallorca Urlaub macht, sagte dem "Mallorca Magazin", nach seiner Rückkehr nach Deutschland in der nächsten Woche plane er kein Treffen mit der Staatsanwaltschaft. "Dieser Steuerfall ist erledigt, insofern dass er aufgeklärt ist. Ich habe die Vorwürfe aufgeklärt. Die Anwälte müssen Vereinbarungen treffen", sagte Hartwig Zumwinkel. Die Liechtenstein-Steueraffäre hatte vor einer Woche mit den Durchsuchungen beim Topmanager Klaus Zumwinkel begonnen. Er soll über eine Stiftung im Fürstentum nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft eine Million Euro Steuern hinterzogen haben.
Banken sollen gezielt über Liechtenstein-Stiftungen beraten haben
Laut "Süddeutscher Zeitung" sollen Kunden von mehreren Banken gezielt über Liechtenstein-Stiftungen beraten worden sein. In einigen Fällen soll unter Codewörtern Geld auf Konten in Vaduz überwiesen worden sein. Bei den Steuerrazzien waren auch Niederlassungen von Dresdner Bank, Metzler, Hauck & Aufhäuser und Berenberg durchsucht worden. Ein Sprecher der Privatbank Hauck & Aufhäuser sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, als Bank dürfe man Kunden gar nicht in steuerrechtlichen Angelegenheiten beraten. Bei Metzler in Frankfurt hieß es, die Bank habe keine ausländischen Töchter. Es habe bei Metzler das geschilderte Geschäftsmodell nicht gegeben. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) äußerte sich nicht.
75.000 Stiftungen, aber nur 35.000 Einwohner
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Bankenplatz Frankfurt sagte, dort liefen keine Ermittlungsverfahren gegen Banken. Bei den Spekulationen über die Beteiligung der Institute komme der Straftatbestand der Beihilfe zur Steuerhinterziehung infrage. In Liechtenstein gibt es nach Angaben des Bundesfinanzministeriums bis zu 75.000 Stiftungen. Liechtenstein selbst hat nur rund 35.000 Einwohner.
Bericht und Quelle:
http://wirtschaft.t-online.de/c/14/28/97/94/14289794.html